UNSICHTBAR

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UNSICHTBAR
Start date
Our aim

Das UNSICHTBAR-Team möchte in Zusammenarbeit mit verschiedenen Künstler*innen und inhaltlichen Expert*innen, im Rahmen eines mehrtätigen Symposiums, eine sowohl emotionale als auch fachliche Auseinandersetzung mit dem Thema „Sexuelle Gewalt“ und seine individuellen, aber auch gesellschaftlichen Auswirkungen aufmerksam machen.

Our motivation

Sexuelle Gewalt kann in verschiedensten, oftmals auch versteckten Formen auftreten. Keine davon bedarf einer Wertung und soll in ihrer Individualität ernstgenommen werden. Hierzu möchte UNSICHTBAR beitragen. Dabei sollen vor allem Situationen behandelt und aufgegriffen werden, die in der Gesellschaft oftmals bagatellisiert werden; und dennoch gravierende Auswirkungen auf die Opfer haben. Vor diesem Hintergrund schafft UNSICHTBAR einen interdisziplinären Diskurs, der als Sprachrohr für Betroffene und deren Leiden fungiert, und die Folgen sexueller Gewalt offenbaren soll. Es soll darauf aufmerksam gemacht werden, dass die entstandenen Traumata bzw. psychischen Verletzungen oft weitaus gravierender sind als den Betroffenen und ihren Angehörigen bewusst ist und auch gesellschaftliche Auswirkungen haben können.

Es soll ein Raum der Solidarität und Gemeinschaft errichtet werden, der die individuellen Schicksalsschläge betroffener Personen aus dem Schlagschatten der Verdrängung und Bagatellisierung, dem damit einhergehenden Gefühl der UNSICHTBAR-keit, in das Licht der öffentlichen Wahrnehmung und Sichtbarkeit bringt. Aus Wegschauen und gesellschaftlicher Tatenlosigkeit wird Bewusstsein und Unterstützung.

Our means

Das interdisziplinäre Symposium UNSICHTBAR gliedert sich in drei Teile: einen intermedialen/darstellerischen, einen informativen und einen interaktiven Part. Künstler*innen und fachliche Expert*innen arbeiten eng zusammen, um die Thematik „Sexuelle Gewalt“ sichtbar zu machen.

Den Kern von UNSICHTBAR bildet eine intermediale/darstellerische Ausstellung. Die Thematik „Sexuelle Gewalt“ soll durch die Zusammenarbeit verschiedenster Künstler*innen in Form eines künstlerischen Symposiums dargestellt werden. So soll das Gefühl bzw. der Seelenzustand nach sexuell missbräuchlichen Erlebnissen aufgezeigt werden. Die dargebotenen künstlerischen Werke, die sowohl bildende Kunst, Film, Literatur oder Performance umfassen können, gewähren den Rezipient*innen einen Einblick in den Gedankenkosmos eines Opfers von sexueller Gewalt. Sie fördern die emotionale Auseinandersetzung mit der Thematik „Sexuelle Gewalt“ und steigern Bewusstsein und Mitgefühl.

Begleitet wird unsere intermediale/darstellerische Ausstellung von informativen Side-Events und einer abschließenden Podiumsdiskussion. Um die Thematik der sexuellen Gewalt näher zu beleuchten, werden an den Ausstellungstagen unterschiedlichste fachliche Expert*innen, wie Frauenorganisationen, Frauen- und Mädchenberatungsstellen oder Psycholog*innen und Traumapädagog*innen herangezogen, die im Rahmen von Vorträgen, Workshops und Seminaren inhaltliche Impulse zum Thema geben. Eine abschließende Podiumsdiskussion soll zusätzlich eine interdisziplinäre Interaktion zwischen Künstler*innen und fachlichen Expert* innen bezüglich Sexueller Gewalt ermöglichen. Ziel unserer informativen Maßnahmen ist es einerseits die Thematik „Sexuelle Gewalt“ besser zu verstehen und andererseits individuelle Lösungen zur Trauma-Bekämpfung und gesellschaftliche Präventionsmaßnahmen aufzuzeigen.
Ein besonderes Anliegen des UNSICHTBAR Teams ist dabei der Einbezug von Mädchen und jungen Frauen. Auch sie sollen im Rahmen von UNSICHTBAR eine Stimme bekommen. Mithilfe von - speziell auf diese Zielgruppe - ausgerichteten Side-Events zur Thematik „Sexuelle Gewalt“, möchten wir durch die Partizipation junger Mädchen, ganz im Sinne von „Nein heißt Nein“ und „Stopp ist Stopp“ präventiv gegen sexuelle Gewalt/sexuellen Missbrauch arbeiten und vorgehen. Darüber hinaus soll der Aspekt der Selbstbemächtigung durch die Aufklärung über ihre (Menschen-)Rechte, behandelt werden.

UNSICHTBAR ist eine interaktive Veranstaltung. Besucher*innen werden von Beginn an aktiv mit einbezogen. Am Anfang unserer intermedialen/ darstellerischen Ausstellung besteht beispielsweis für alle Besucher*innen die Möglichkeit ein Sofortbild von sich selbst schießen zu lassen, welches sie während des gesamten Aufenthalts behalten sollen. Eine riesige Wand im Veranstaltungsraum, auf welcher in großen Buchstaben „Du bist sichtbar!“ steht, wird aufgebaut sein. Auf dieser stehen, anonymisiert, unzählige Geschichten von Opfern sexueller Gewalt. Betroffene Frauen und Männer finden hier Raum und Platz, ihre Geschichte nach außen zu tragen und sich von der Scham, welche diese Thematik oftmals mit sich bringt, zu befreien. Die Gäste haben nun die Möglichkeit ihr Sofortbild auf die Wand zu kleben und - wenn gewünscht - auch noch eine Geschichte hinzuzufügen. Somit wird „Awareness“ für die im Stillen leidende Opfer geschaffen. Der*die Besucher*in wird durch das Kleben des Fotos auf die „Sichtbarkeits-Wand“ selbst Teil der Ausstellung. Jeder Mensch, egal wie alt, egal welchen Geschlechts, egal welcher Herkunft, bekommt hier die Möglichkeit seine*ihre Erfahrung, Ängste und Wünsche mit den anderen/ nachfolgenden Besucher*innen (anonym) zu teilen. Darüber hinaus können Menschen, die nicht betroffen sind, durch das
Kleben des eigenen Bildes ein Zeichen für Anteilnahme und Verständnis setzen. Dadurch wird unser Ziel, Awareness in Bezug auf die Thematik der sexuellen Gewalt zu schaffen und gleichzeitig Opfer zu stärken, erneut hervorgehoben. Auch unsere informativen Side-Events in Form von Workshops oder Q&A-Sessions sind sehr interaktiv gestaltet. Vor allem die begrenzte Teilnehmer*innenzahl von 20 Personen pro Side-Event trägt dazu bei einen gelungenen Austausch und Interaktion zu ermöglichen.

Recent Activities

Activities

More information on our upcoming activities will follow shortly.

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Livia Klein

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